Franz-Josef Rosner
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Praxis

Welche Fotos eine Handwerker-Website wirklich braucht

Von Franz-Josef Rosner · Stand August 2026

Der schnellste Weg, auf einer Handwerker-Website Vertrauen zu zerstören: gestellte Fotos von Models im blitzsauberen Blaumann. Jeder erkennt sie, niemand glaubt ihnen. Dabei haben Sie das beste Fotomaterial längst — auf Ihren Baustellen. Sie brauchen nur die richtigen fünf Motive.

1. Der Chef, mit Namen

Das wichtigste Bild der ganzen Website. Kunden beauftragen keinen Betrieb, sie beauftragen einen Menschen — und wollen vorher sehen, wer ihnen die Hand geben wird. Kein Anzugfoto: Arbeitskleidung, Werkstatt oder Baustelle im Hintergrund, freundlich in die Kamera. Mit Namen und „Ihr Ansprechpartner“ daneben ist dieses eine Bild mehr wert als jede Bildergalerie.

2. Echte Arbeit, halb fertig

Fertige Ergebnisse zeigen alle. Was kaum jemand zeigt: den Zustand dazwischen — das geöffnete Dach mit sauber verlegter Dämmung, der Rohbau der Badinstallation. Genau diese Bilder beweisen Sorgfalt dort, wo sie später niemand mehr sieht. Das ist es, was einen Meisterbetrieb von „billig und schnell“ unterscheidet.

3. Vorher und nachher, gleicher Blickwinkel

Das überzeugendste Format überhaupt — wenn beide Fotos vom selben Standpunkt aufgenommen sind. Machen Sie es sich zur Gewohnheit: erstes Foto vor Arbeitsbeginn, letztes Foto nach der Abnahme, gleiche Position. Wichtig: Fotos von Kundengrundstücken nur mit Einverständnis veröffentlichen — ein kurzer Satz bei der Abnahme genügt.

4. Das Team, wie es wirklich aussieht

Nicht aufgereiht wie beim Klassenfoto, sondern bei der Arbeit oder in der Frühstückspause. Betriebe, die Personal suchen, unterschätzen dieses Bild regelmäßig: Bewerber schauen vor der Bewerbung auf die Website — und entscheiden nach dem Bauchgefühl, ob sie zu diesen Leuten passen würden.

5. Werkstatt, Fahrzeuge, Ordnung

Ein aufgeräumtes Lager, beschriftete Fahrzeuge, sauberes Werkzeug — das sind stille Beweise für Ordnung im Betrieb. Kunden schließen vom Zustand Ihres Transporters auf den Zustand ihrer künftigen Baustelle. Zu Recht.

So gelingen die Aufnahmen mit dem Handy

  • Querformat fotografieren — Websites brauchen fast immer Querformat.
  • Tageslicht nutzen, Blitz aus: morgens oder am frühen Nachmittag wirkt jede Baustelle besser.
  • Linse kurz abwischen — der häufigste Grund für milchige Handyfotos.
  • Mehrere Aufnahmen vom selben Motiv, ausgewählt wird später.
  • Keine Filter. Echt schlägt schön — genau darum geht es ja.

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